Auslandsaufenthalt

Informationen zum Schulbesuch im Ausland

Ein Auslandsaufenthalt bietet sowohl eine hervorragende Möglichkeit des Spracherwerbs und trägt sicherlich in großem Maß zur Persönlichkeitsbildung bei. Allerdings empfiehlt sich genau zu prüfen, ob die eigene Leistungsfähigkeit einen bruchlosen Anschluss ermöglicht. Generell muss vor einer Entscheidung für einen Auslandsaufenthalt ein Beratungsgespräch mit Herrn Kopyciok (Schulleitung) geführt werden.

Möglichkeiten zum Besuch einer Schule im Ausland

Schülerinnen und Schüler des achtjährigen Gymnasiums können einen Auslandsaufenthalt zu unterschiedlichen Zeiten durchführen. Zu beachten ist dabei, dass je nach gewähltem Zeitraum das Bestehen einer Probezeit zum direkten Aufrücken in die nächsthöhere Jahrgangsstufe notwendig ist.

A. Auslandsaufenthalt ohne anschließende Probezeit

1. Nach bestandener Jahrgangsstufe 9 erfolgt ein einjähriger Schulbesuch im Ausland. Im Anschluss wird die 10. Jahrgangsstufe besucht.

Auslandsaufenthalt 1

2. Erfolgt der Auslandsaufenthalt im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 10 und wird nach Rückkehr zum zweiten Halbjahr die Jahrgangsstufe 10 bestanden (evtl. ist eine Nachholung von Leistungsnachweisen des 1. HJ notwendig), kann ohne Probezeit in Jahrgangsstufe 11 vorgerückt werden.

Auslandsauftenthalt 2

3. Wird die Schule im Ausland nach Bestehen der Jahrgangsstufe 10 ganzjährig besucht, kann nach Rückkehr in Jahrgangsstufe 11 aufgerückt werden. Ein Vorrücken auf Probe in Jahrgangsstufe 12 ist nicht möglich, da die Jahrgangsstufen 11 und 12 zusammen die Qualifikationsphase der Oberstufe bilden.

Auslandsaufenthalt 3

4. Die Schule im Ausland wird nach dem ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 10 für ein ganzes Jahr besucht. Wird nach Rückkehr das zweite Halbjahr der Jahrgangsstufe 10 absolviert und auf Grund der Noten in 10/2 bestanden, erfolgt ein Vorrücken in Jahrgangsstufe 11 ohne Probezeit.

Auslandsaufenthalt 4

B. Auslandsaufenthalt mit anschließender Probezeit

Wird in Jahrgangsstufe 10 die Schule im Ausland ganzjährig oder im zweiten Halbjahr besucht, kann anschließend auf Probe in die Jahrgangsstufe 11 vorgerückt werden.

Auslandsaufenthalt 5

Die Probezeit geht bis zum Ende des Ausbildungsabschnitts 11/1 und gilt als bestanden, wenn die Schülerin oder der Schüler in den belegungspflichtigen Kursen höchstens dreimal, darunter in den Fächer Deutsch, Mathematik sowie der verpflichtend zu belegenden fortgeführten Fremdsprache höchstens einmal, weniger als 5 Punkte - in keinem Fall jedoch weniger als 1 Punkt - als Halbjahresleistung erzielt hat. die Leistungen im P-Seminar und im Fach Sport bleiben dabei unberücksichtigt (vgl. GSO § 6 Abs. 5). Mit Bestehen dieser Probezeit wird auch der Mittlere Schulabschluss erworben.

  • Für insgesamt leistungsstarke Schüler empfiehlt die Schule einen halbjährigen Aufenthalt zu Beginn der Jahrgangsstufe 10, da die Schüler/-innen dann bei Bestehen ohne Probezeit in die Jahrgangsstufe 11 aufrücken können. Außerdem wird mit Bestehen der Jahrgangsstufe 10 die Oberstufenreife bzw. Mittlere Reife attestiert.
  • Ob die Unterbrechung der Schullaufbahn für ein Jahr nach der Jahrgangsstufe 9 oder nach Jahrgangsstufe 10 und dann die Fortsetzung in der nächsthöheren Jahrgangsstufe erstrebenswert ist, kann nur eine gründliche Prüfung im Einzelfall ergeben.
  • Insgesamt wird es in manchen Fällen wohl günstiger sein, im Anschluss an das Abitur einen Auslandsaufenthalt anzuschließen, ggf. bereits in Verbindung mit einem Studium.

Wichtige schulrechtliche Besonderheiten zum Vorrücken bei einer Beurlaubung zum Schulbesuch im Ausland und für eine etwaige Nachprüfung regelt die Gymnasiale Schulordnung (GSO):

  • Schüler/-innen ohne Vorrückungsentscheidung (vgl. § 35 GSO), können auf Antrag in die nächsthöhere Jahrgangsstufe vorrücken, wenn eine Schule im Ausland ordnungsgemäß besucht wurde und über den Schulbesuch sowie über die erzielten Leistungen eine Bestätigung vorgelegt wird.
  • Probezeit (vgl. § 31 GSO): Die Probezeit geht bis zum 15. Dezember und kann in besonderen Fällen um maximal zwei Monate verlängert werden. Die Lehrerkonferenz entscheidet auf Grundlage einer Empfehlung der Klassenkonferenz nach dem Gesamtbild der bis zum Ende der Prüfungszeit erzielten Leistungen. Zurückverwiesene Schüler/innen gelten nicht als Wiederholungsschüler.

    Schüler/-innen, die die Jahrgangsstufe vor dem Auslandsaufenthalt nicht bestanden haben und die Erlaubnis zum Vorrücken auf Probe erhalten haben, aber dann die Probezeit nicht bestehen, gelten als durchgefallen (diese Schüler werden aber wohl eher nicht an einen Auslandsaufenthalt denken).
  • Schüler ohne Vorrückungserlaubnis im vorangegangenen Schuljahr müssen nach der Rückkehr die nicht bestandene Jahrgangsstufe wiederholen, oder eine Nachprüfung ablegen.
  • Voraussetzung für die Nachprüfung (vgl. § 33 GSO): In Jgst. 6 – 9 dürfen in höchstens 3 Vorrückungsfächern die Noten schlechter als ausreichend sein, darunter in Kernfächern nicht schlechter als höchstens einmal Note 6 bzw. zweimal Note 5. Von der Nachprüfung ausgeschlossen sind Schüler mit der Note 6 in Deutsch bzw. Schüler, welche die Jahrgangsstufe zum zweiten Mal besuchen.

Besonderheiten bei einem ganzjährigen Auslandsaufenthalt in Jahrgangsstufe 10:

Latinum: Das Latinum wird normalerweise mit mindestens Note 4 am Ende der Jahrgangsstufe 10 erreicht. Schüler/-innen, die in der Jahrgangsstufe 10 einen Auslandsbesuch beabsichtigen, können das Latinum bereits am Ende der 9. Jahrgangstufe erwerben, wenn sie an einer schulinternen Feststellungsprüfung teilnehmen und diese mit mindestens Note 4 bestehen (vgl. KMS VI.3-5 S 5510-6.13 108 vom 13.01.2008).

Mittlerer Schulabschluss: Da der Mittlere Schulabschluss erst mit dem Bestehen der Probezeit in Jahrgangsstufe 11 nachträglich bestätigt wird, kann im Anschluss an das Auslandsschuljahr kein direkter Wechsel in die Fachoberschule erfolgen.

weitere Informationen unter: http://www.gymnasiale-oberstufe.bayern.de/faecherwahl-und-belegung/informationen-fuer-jgst-9/schulbesuch-im-ausland.html

Stand 1.8.2016

Die Schulleitung