MINT - aktuell

Aktionstag: Survival Training - Feuer machen ohne Feuerzeug und Streichholz!

 

Rauchgeruch liegt in der Luft... lodernde Flammen im Pausenhof des Gymnasiums Olching! Dieses Szenario spielte sich am 08.11. beim Aktionstag „Feuer machen ohne Feuerzeug und Streichhölzer“ tatsächlich so ab – allerdings unter fachkundiger Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr Geiselbullach!

„Feuer ist nicht gleich Feuer!“ Die My Science-Tutoren Daniel Vitzthum, Luis Fischer, Florian Trinkl, Simon Degen und Kai Kronewiter zeigten, wie man Holz und Holzwolle für ein Pagodenfeuer, A-Feuer, Grubenfeuer und ein Pyramidenfeuer unterschiedlich schichtet. Danach wurden verschiedene Methoden des Entzündens vorgestellt.

Ausgestattet mit Feuersteinen, Eisenwolle, Batterien, Feuerstahl, Zunder und Holz durften die Schüler nun selbst versuchen, ein Feuer zu entfachen. Auch wenn die einzelnen Entzündungstechniken unterschiedlich schnell zu einem Ergebnis führten, so hatten es am Ende doch alle Gruppen geschafft, ein stattliches Feuer zu entzünden.

Abgerundet wurde dieser My Science Nachmittag durch eine kleine Brandschutzübung durch die Freiwillige Feuerwehr Geiselbullach. Die My Science Tutoren und Mitglieder der FFW Alex Faber und Michael Sonntag demonstrierten dabei eindrucksvoll die Benutzung eines Feuerlöschers, indem sie die Flammen eines Gasofens löschten.

Das Erweitern der Survival Skills im Feuermachen und das gewonnene Wissen, wie man sich bei einem Feuer richtig verhält, haben das Interesse vieler anderer Schüler geweckt, so dass dieses feurige Event auch im nächsten Jahr wieder stattfindet.

Tanja Neufeld (8. November 2017)

My Science on Tour - Gymnasium Olching greift nach den Sternen

 

Besuch bei der MintEc Partnerschule Berchtesgaden Laura Kraxenberger schaut konzentriert auf das Brett, das vor ihr auf einer Holzkonstruktion liegt, beugt sich leicht vor und lässt ihren Handballen auf das Brett krachen. Die Spannung im Publikum löst sich. Das Brett ist geborsten. Was anmutet wie ein Taekwondo-Wettkampf ist Teil eines ganz anderen Wettbewerbs. Der Sieger von The Brain of Olching misst sich im Science Slam mit dem Gewinnerteam des Berchtesgadener Pendants Lord of the Mints.

  

Während sich Laura und Blanca mit der Krafteinwirkung auf brechende Bretter beschäftigt haben, bauten die Berchtesgadener ein Murmelxylophon. Kleine Stahlkugeln rollen prozessorgesteuert durch Rillen, fallen auf die metallenen Klangkörper und lassen so Melodien erklingen.

Beide Teams erfüllen das Format des Science Slams perfekt. Inhalt und Performance überzeugen Schüler und Lehrer der jeweiligen Partnerschulen. Gut, dass in diesem Wettkampf kein Sieger gekürt werden muss. Die beiden Teams treten dafür in einem Wissensquiz an, den das Gymnasium Olching klar für sich entscheiden kann. Damit dürfen Blanca und Laura nun zu Recht den Titel King of Science führen.

Die mitgereiste mintbegeisterte Olchinger Fangemeinde lässt sich von der Berchtesgadener MINT Ausstellung mitreißen. Unsere Partnerschule hat über Jahre in P-Seminaren interaktive Exponate zum Tüfteln und Staunen angefertigt, die spielerisch naturwissenschaftliche und mathematische Inhalte vermitteln. Wir Olchinger sind beeindruckt von der Professionalität und Präzision der Ausstellungsstücke und sofort entstehen Wünsche nach ähnlichen Möglichkeiten: Schreinerwerkstatt, Lasercutter, Ständerbohrmaschine*.

Die Highlights nehmen kein Ende. Nach dem Mittagessen entführt der Astronaut der European Space Agency Thomas Reiter in die unendlichen Weiten des Weltraums. Er berichtet von seinen 350 Tagen auf den Raumstationen MIR und ISS, den dort durchgeführten Experimenten aus vielen Wissenschaftsbereichen, zeigt beeindruckende Bilder, welche die Erde als schützenswerten Schatz zeigen und überträgt seine spürbare Begeisterung auf das Publikum. Zwischen Selfies und Autogrammen versuchen die faszinierten Schüler nach dem Vortrag Tipps für ihre Astronautenkarriere von Thomas Reiter zu erhalten.

Nicht nur wegen der geborstenen Bretter von Laura und Blanca ist die Exkursion ein durchschlagender Erfolg.

Florian Gärtner, Martin Hölzel und Tanja Neufeld (17. Oktober 2017)

*(Wer uns finanziell unterstützen möchte, unsere Wünsche zu erfüllen, kann gerne unter dem Verwendungszweck Fablab Gymnasium Olching auf das Konto des Gymnasiums mit der IBAN DE49 7005 3070 0001 0635 36 spenden ;-))

"Teaching Spirit" - Frau Neufeld bei 67. Nobelpreisträgertagung in Lindau

 

Am 29. und 30. Juni 2017 fand die 67. Nobelpreisträgertagung in Lindau statt. In diesem Jahr durften neben 400 Doktoranden aus aller Welt auch 20 ausgewählte Chemie-Lehrer aus Deutschland, Schweiz und Österreich im Rahmen einer Fortbildung daran teilnehmen. Zu den glücklichen Teilnehmern des Programms „Teaching Spirit“ zählte dabei Frau Tanja Neufeld.

Neben den interessanten Vorträgen der Nobelpreisträger, einer chemisch-didaktischen Fortbildung und einem spannendem Rahmenprogramm bot sich Frau Neufeld die Möglichkeit, sich bei einem Mittagessen mit Chemie-Nobelpreisträger Robert Huber (siehe Bild) im persönlichen Gespräch auszutauschen.


Im Rahmen der 67. Nobelpreisträgertagung in Lindau durften die Lehrerpreisträger Frau Tanja Neufeld (Gymnasium Olching; 2. v. links) und Herr Christian Link (Gymnasium Kirchheim; 1. v. links) am Programm „Teaching Spirit“ teilnehmen. Dabei bot sich ihnen die Gelegenheit mit Chemie Nobelpreisträger Robert Huber bei einem Mittagessen zu plaudern.

Aber auch die Politprominenz durfte bei der Tagung nicht fehlen. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle lud zum „Bayerischen Abend“ ein, welcher vom Elitenetzwerk Bayern organisiert wurde. Die gelöste Atmosphäre und die bayerische Gastlichkeit sorgte bei den Gästen aus aller Welt für starke Begeisterung, so dass das „Netzwerken“ an diesem Abend von ganz alleine funktionierte.


Die Lehrkräfte Frau Tanja Neufeld (2. v. links) und Herr Christian Link (Gymnasium Kirchheim; 1. v. links) nutzen die Gelegenheit am bayerischen Abend für ein Foto mit dem bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (rechts).

Im Bierzelt mit Blaskapelle konnte man aber auch die 30 an der Tagung teilnehmenden Nobelpreisträger in lockerer Atmosphäre privat erleben, so dass das ein oder andere Erinnerungsfoto an die unvergesslichen Tage in Lindau geschossen werden konnte. Ganz besonders dürfte es die Schüler freuen, dass Frau Neufeld ein Foto mit Physik-Nobelpreisträger George F. Smoot (siehe Bild) ergattern konnte. Dieser ist wegen eines Gastauftritts in der beliebten US-Fernsehserie „Big Bang Theory“ in Schülerkreisen besonders bekannt.


Tanja Neufeld (li.) mit Physik-Nobelpreisträger George F. Smoot (re.)

Krönender Abschluss der Tagung war die Fahrt mit dem Schiff „Sonnenkönigin“ auf die Blumeninsel Mainau. Dort wurde von der Gastgeberin Bettina Gräfin Benadotte eine abschließende Podiumsdiskussion zum Thema „Ethik und Wissenschaft“ und ein gemeinsames Picknick im Freien ausgerichtet.

Alles in allem war die Fahrt nach Lindau ein außergewöhnliches Erlebnis. Während der gesamten Tagung konnte man eine ganz besondere Atmosphäre spüren, die maßgeblich von den brillantesten Wissenschaftlern unserer Zeit getragen wurde.

Die abschließende Message für Schüler und Studenten, die im Gespräch mit Robert Huber, aber auch am Ende der Vorträge der Nobelpreisträger Richard R. Schrock, Ei-ichi Negishi, Jean Piere Sauvage und Peter Agre, Dan Shechtman und Frau Ada E. Yonath stand, lautete:

„Glaub an dich!
Verfolge deine Ziele und deine Träume mit Nachdruck!
Fleiß und Ausdauer wird immer belohnt!
Es ist essentiell mit anderen zusammen zu arbeiten! Allein geht’s nicht!
Verlasse auch mal deine Comfort-Zone und wende dich dir noch unbekannten Feldern zu!
Glaube niemals, dass du ein Problem nicht lösen kannst! - Just do it!“

Nfd, Juli 2017