W-Seminar Astrophysik in der Sternwarte München:

Ein Besuch bei Professor Lesch

Wie ist eigentlich das Sonnensystem entstanden? Was versteht man unter dem Neptunsprung? – Auf diese und viele weitere Fragen gab der aus dem Fernsehen bekannte Professor Harald Lesch dem Olchinger W-Seminar Astrophysik wertvolle Antworten bei einem Besuch der historischen Sternwarte der LMU in München-Bogenhausen. Organisiert hatten die Besichtigung der Sternwarte Frau Schwitalle und Frau Dr. Ludwig.

In seiner gewohnt anschaulichen Art erklärte Professor Lesch die Entstehung unseres Sonnensystems und gewährte dabei auch den Schülerinnen und Schülern Einblick in die Art und Weise wissenschaftlicher Arbeit. So hat man seit langem schon eine erste Idee davon, wie sich unser Sonnensystem aus einer protoplanetaren Scheibe entwickelt hat, aber erst neuere wissenschaftliche Computersimulationen bieten genauere Einblicke.

Highlight des Vortrags von Herrn Lesch war sicherlich die Beschreibung des Neptunsprungs: Man hat herausgefunden, dass wahrscheinlich der Planet Neptun ursprünglich eine sonnennähere Bahn als Uranus hatte. Nach ca. 700 Millionen Jahren kam es zu einer Art Resonanzkatastrophe, ausgelöst von Saturn und einem Trümmerring außerhalb der Uranusbahn, so dass Neptun sprunghaft seine Bahn änderte. Seitdem liegt seine Bahn außerhalb der des Uranus. Neptun sprang also quasi über die Bahn des Uranus nach außen. Dieser Vorfall und ähnlich faszinierende Entwicklungen waren notwendig, um unser Sonnensystem in seinem heutigen Zustand entstehen zu lassen und damit die Grundlage für unsere bewohnbare Erde zu schaffen.

Zum Abschluss wurden noch die historischen Teleskope der Sternwarte besichtigt. Zurückversetzt in die Zeit von Münchens berühmtem Physiker Joseph Fraunhofer bestaunten die Schüler die riesigen, in liebevoller Kleinarbeit restaurierten Exponate und beendeten, bereichert um viele neue Ideen, ihre Exkursion.

Dagmar Ludwig und Sylvia Schwitalle

"Mia san mia"

Weihnachtscafé der SMV 2017

 

Unter diesem Motto sind alle herzlich eingeladen, das Weihnachtscafé der SMV sowie den Bücherflohmarkt in der Schulbibliothek zu besuchen.

Diesen Freitag, den 8.12.2017 wollen die SMV mit Euch gemeinsam bei weihnachtlicher Atmosphäre in Weihnachtsstimmung kommen und die besinnliche Adventszeit genießen. Es beginnt um 13.30 Uhr und endet gegen 17.00 Uhr.

Für das leibliche Wohl ist mit süßen Leckereien wie Waffeln und Crêpes gesorgt. Außerdem wird an vielen kleinen Ständen Selbstgemachtes der Unterstufe verkauft oder Ihr probiert Euer Glück bei der Tombola der SMV, bei der Ihr coole Sachen gewinnen könnt!

Von 16.00 - 17.00 Uhr sorgt DJ Pauker für musikalischen Hörgenuss.

Es freut sich auf Euch

Eure SMV

05.12.2017/fab

Schüleraustausch des Gymnasiums Olching mit indischer Partnerschule

Von Neu Delhi nach Olching

 

 

Ein Hauch von Indien weht gerade durch das Gymnasium Olching: Schon bei ihrer Ankunft beeindruckte eine Gruppe von indischen Schülern aus der Nähe Neu Delhis mit typischen Gerichten, traditioneller Kleidung, Tänzen und Liedern die Olchinger Schülerschaft. Im Rahmen eines gegenseitigen Schüleraustausches sind derzeit zehn Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren zusammen mit zwei Lehrerinnen zu Gast in Olching. Im November 2017 werden wiederum zwölf Schülerinnen und Schüler zu einem Schulbesuch nach Gurgaon in der Nähe der indischen Hauptstadt aufbrechen.

Herzlich empfangen wurden die indischen Gastschüler der Amity International School aus Gurgaon von Olchings Zweiter Bürgermeisterin Maria Hartl und Schulleiter René Horak. Zunächst erhielten die indischen Gäste viele wissenswerte Informationen über Olching sowie über die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in Deutschland, ehe sie im Klassenzimmer den Unterricht an einem staatlichen Gymnasium in Bayern kennen lernen konnten. Für die freudige Aufnahme in Olching bedankten sich die indischen Schüler mit einer Präsentation typischer Tänze und Lieder aus ihrer Heimat, ihrer Bräuche und traditioneller Gewänder. Dann konnten alle Schüler und Lehrer köstliche Gerichte aus Indien probieren, die sie zuvor mit ihren Olchinger Austauschülern und Lehrkräften zubereitet hatten.

„Indien ist ein unglaublich interessantes Land, dessen Besichtigung eine Bereicherung ist – von der Diversität der Religionen, Landschaften und Speisen, die andere Alltagsgeschwindigkeit sowie extreme Gegensätze zwischen Arm und Reich“, fasst René Horak, der Schulleiter des Olchinger Gymnasiums, einige der Beweggründe für den gegenseitigen Indien-Austausch zusammen. Jedoch steht für Horak nicht nur die kulturelle Begegnung im Mittelpunkt: „Für uns ist auch der sprachliche Austausch sehr wichtig. Gerade zur Verbesserung der Sprachkenntnisse unsere Schüler ist der Austausch mit unserer indischen Partnerschule aus Gurgaon ideal, da dort Englisch Amtssprache ist.“ So bietet sich den Olchinger Gymnasiasten die Möglichkeit, mit ihren sehr gut gebildeten Austauschschülern auf einem hohen Niveau Englisch zu sprechen und dabei die unterschiedlichen Mentalitäten und Lebensweisen kennen- und verstehen zu lernen.

„Unsere Olchinger Schüler sind sehr beeindruckt von der Höflichkeit, mit der die indischen Schüler allen Eltern und Lehrern begegnen“, berichtet Katharina Buchberger über die ersten Eindrücke der deutschen Schüler. Die Olchinger Englischlehrerin hatte im Rahmen eines Projekts des Goethe-Instituts den Kontakt zur indischen Partnerschule in Gurgaon knüpfen können und begleitet nun den gegenseitigen Austausch mit mehreren anderen Lehrkräften. Buchberger hat auch schon einen deutlichen Unterschied zwischen dem indischen und dem deutschen Schulsystem ausmachen können: „Aus Erzählungen der indischen Schüler über ihr Schulsystem wissen unsere Olchinger Schüler schon sehr gut Bescheid, dass es dort offenbar sehr viel starrer zugeht und der schulische Leistungsdruck deutlich größer ist als bei uns“.

Für die indischen Schüler und ihre Olchinger Gastgeber stehen zunächst ein Besuch der Technischen Universität München und der Besuch von Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Nymphenburg und Schloss Neuschwanstein auf dem Programm. Daneben liegt ein weiterer Schwerpunkt darauf, den Schülern aus Gurgaon beispielsweise mit einer Werksführung bei BMW und dem Besuch des Deutschen Museums die Industrieregion München und ihre Erfolgsfaktoren zu zeigen.

20.09.2017/höm