Schüleraustausch mit Indien

Von Olching nach Neu-Delhi

Ein Abenteuer ist gerade zu Ende gegangen – nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Lehrkräfte, die am Schüleraustausch mit Indien teilgenommen haben: Nachdem die Schüler der Amity International School, Gurgaon (Delhi) bereits im September das Gymnasium Olching besucht hatten, stand nun der Gegenbesuch an. Mehrere Wochen der Vorbereitung fanden ihren spannenden Höhepunkt. Überwältigt von der großartigen indischen Gastfreundschaft blicken nun alle Beteiligten auf eine intensive Woche mit vielen interessanten Eindrücken in eine uns fremde Kultur zurück. Nicht zuletzt die entstandenen Freundschaften haben diese Reise zu einer nachhaltigen Erfahrung gemacht.

Katharina Buchberger, Oliver Schuppach

Bericht über die Eindrücke unserer Schülerinnen und Schüler:

Der Flug verlief super, wir haben Musik gehört und Filme angeschaut. Das erste, was uns auffiel, nachdem wir gelandet waren, war der Smog: Es war wie Nebel, nur irgendwie drückender. Nachdem wir das Flughafengebäude verlassen hatten, wurden wir schon von unseren Gastfamilien erwartet. Zur Begrüßung bekamen wir Blumen um den Hals gelegt und einen roten Punkt auf die Stirn, ein Tika. Dabei handelt es sich um ein Segenszeichen, das als Abschluss nach einer hinduistischen Zeremonie, zu besonders feierlichen Anlässen oder – wie in unserem Fall – als Begrüßungsritual aufgetragen wird. Nach einem Gruppenfoto ging es auch schon nach Hause.

Wir waren etwas verwirrt, da es im Auto keinen Anschnallgurt gab. Dies und der indische Verkehr generell sollten uns die ganze Woche lang noch beschäftigen. Zu Hause wurde uns noch etwas zu essen angeboten. Essen nimmt einen sehr hohen Stellenwert in Indien ein und ist ein wichtiger Bestandteil der Gastfreundlichkeit.

Den Sonntag verbrachte jeder Schüler mit individuellem Programm. Die meisten hatten Besichtigungen berühmter Sehenswürdigkeiten rund um Delhi geplant, andere durften indische Feste kennenlernen wie beispielsweise eine Hochzeit. Montags entfiel die Schule wegen des Smogs. Wir unternahmen alle zusammen etwas und waren unter anderem in einer Mall Schlittschuh laufen – bei circa 25 Grad Außentemperatur!

Dienstags wurden die Wecker dann früh gestellt, da der Bus uns um 6.00 Uhr morgens Richtung Agra brachte. Nach knapp fünf Stunden Fahrt erreichten wir das Rote Fort. Nachdem wir dieses besichtigt hatten, gingen wir in einem 4-Sterne-Hotel essen. Es gab ein Buffet und war wie immer sehr lecker. Wir konnten zwischen vielen verschiedenen indischen Speisen wählen.

Danach kam das Highlight: Taj Mahal. Das Gebäude war sehr beeindruckend und wir machten sehr viele Fotos. Neu war für viele von uns, dass es sich beim Taj Mahal um ein Grabgebäude handelt, das ein Mogul zum Gedenken an seine verstorbene große Liebe erbauen ließ. Am Eingang bekamen wir Schuhüberzüge mit, die wir dann angezogen und so das Innere besichtigen konnten. Wegen des indischen Verkehrs brauchten wir etwas länger zurück und waren erst um 2.00 Uhr nachts zu Hause.

Sechs Stunden später fuhren wir in die Schule und wurden auch dort freudig empfangen: Die indischen 9.- und 10. Klässler sangen Lieder, und trugen Texte vor. Auch wir führten eine kleine Präsentation inklusive Walzertanzen vor. Donnerstag und Freitag verbrachten wir größtenteils in der Amity University. Dort nahmen wir an einem Workshop der Amity International Model United Nations (AIMUN) mit Schülern aus über 13 Nationen teil.

Samstags ging es dann zum Sightseeing nach Delhi. Wir erkundeten Qutub Minar, die erste Moschee Delhis und schauten uns das India Gate sowie verschiedene Parlamentsgebäude aus dem Bus heraus an. Anschließend besuchten wir noch Dilli Haat, einen Handswerksbasar, um ein bisschen Shoppen zu gehen. Die letzten Stunden verbrachten wir mit unseren Gastfamilien und dann ging es auch schon wieder zum Flughafen. Der Abschied fiel allen schwer. Es war eine super Zeit dort, die wir auf jeden Fall wiederholen wollen.

Jana Nitzsche, 10a

W-Seminar Astrophysik in der Sternwarte München:

Ein Besuch bei Professor Lesch

Wie ist eigentlich das Sonnensystem entstanden? Was versteht man unter dem Neptunsprung? – Auf diese und viele weitere Fragen gab der aus dem Fernsehen bekannte Professor Harald Lesch dem Olchinger W-Seminar Astrophysik wertvolle Antworten bei einem Besuch der historischen Sternwarte der LMU in München-Bogenhausen. Organisiert hatten die Besichtigung der Sternwarte Frau Schwitalle und Frau Dr. Ludwig.

In seiner gewohnt anschaulichen Art erklärte Professor Lesch die Entstehung unseres Sonnensystems und gewährte dabei auch den Schülerinnen und Schülern Einblick in die Art und Weise wissenschaftlicher Arbeit. So hat man seit langem schon eine erste Idee davon, wie sich unser Sonnensystem aus einer protoplanetaren Scheibe entwickelt hat, aber erst neuere wissenschaftliche Computersimulationen bieten genauere Einblicke.

Highlight des Vortrags von Herrn Lesch war sicherlich die Beschreibung des Neptunsprungs: Man hat herausgefunden, dass wahrscheinlich der Planet Neptun ursprünglich eine sonnennähere Bahn als Uranus hatte. Nach ca. 700 Millionen Jahren kam es zu einer Art Resonanzkatastrophe, ausgelöst von Saturn und einem Trümmerring außerhalb der Uranusbahn, so dass Neptun sprunghaft seine Bahn änderte. Seitdem liegt seine Bahn außerhalb der des Uranus. Neptun sprang also quasi über die Bahn des Uranus nach außen. Dieser Vorfall und ähnlich faszinierende Entwicklungen waren notwendig, um unser Sonnensystem in seinem heutigen Zustand entstehen zu lassen und damit die Grundlage für unsere bewohnbare Erde zu schaffen.

Zum Abschluss wurden noch die historischen Teleskope der Sternwarte besichtigt. Zurückversetzt in die Zeit von Münchens berühmtem Physiker Joseph Fraunhofer bestaunten die Schüler die riesigen, in liebevoller Kleinarbeit restaurierten Exponate und beendeten, bereichert um viele neue Ideen, ihre Exkursion.

Dagmar Ludwig und Sylvia Schwitalle

Frankreich-Austausch 2017

Freunde aus Feurs zu Besuch in Olching

Mit Schnee und winterlichen Temperaturen sind 40 Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe unserer Partnerschule, des Collège Le Palais aus Feurs am Donnerstag, den 30. November 2017 angereist.

Unsere Gäste aus Feurs erwartete wie immer ein abwechslungsreiches Programm. Nach dem Empfang durch Schulleitung und Stadt Olching am Freitag, 1. Dezember 2017 sowie der Teilnahme am Unterricht, verbrachten die Schüler dann zunächst das Wochenende in ihren Gastfamilien. Dort wurden bereits Plätzchen gebacken, es gab Ausflüge nach Neuschwanstein, in die Innenstadt von München und zum Bowlen. Ganz begeistert waren unsere französischen Gäste auch dieses Jahr wieder von der Besichtigung der Allianz-Arena, inklusive Torwandschießen und Besuch der FC Bayern Erlebniswelt.

Ein absolutes Highlight für unsere deutschen wie auch die französischen Schüler war der gemeinsame Ausflug nach Augsburg mit Besichtigung der Stadt nebst Fuggerei und anschließender Freizeit auf dem Christkindlmarkt. Ein weiteres gemeinsames sportliches Event am Mittwochnachmittag, das durch die tatkräftige Unterstützung der Fachschaft Sport möglich wurde, fand ebenso großen Anklang. Mit Spannung lauschten unsere französischen Gäste den Ausführungen des Gästeführers im Deutschen Museums (siehe Foto); auch der Besuch des Olympiaparks und eine geführte Erkundung der Innenstadt fehlten nicht im Programm unserer französischen Gastschüler.

Unsere französischen Gäste haben die vorweihnachtliche Stimmung bei uns sehr genossen und sich in ihren Gastfamilien äußerst wohl gefühlt. Bei der Abreise am Freitag, den 8. Dezember 2017 weinte nicht nur der Himmel: so mancher Schüler konnte sich nur schwer von seinem neuen Freund trennen.

An dieser Stelle noch ein sehr herzliches Dankeschön an die Familien, die in der oft nicht ganz terminfreien Vorweihnachtszeit ein französisches Gastkind bei sich aufgenommen haben. Nun freuen wir uns auf unseren Gegenbesuch in Feurs im März!

 Anette Grötsch, Andrea Lettner und Sabine Tripodoro

 

Schüleraustausch des Gymnasiums Olching mit indischer Partnerschule

Von Neu Delhi nach Olching

 

 

Ein Hauch von Indien weht gerade durch das Gymnasium Olching: Schon bei ihrer Ankunft beeindruckte eine Gruppe von indischen Schülern aus der Nähe Neu Delhis mit typischen Gerichten, traditioneller Kleidung, Tänzen und Liedern die Olchinger Schülerschaft. Im Rahmen eines gegenseitigen Schüleraustausches sind derzeit zehn Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren zusammen mit zwei Lehrerinnen zu Gast in Olching. Im November 2017 werden wiederum zwölf Schülerinnen und Schüler zu einem Schulbesuch nach Gurgaon in der Nähe der indischen Hauptstadt aufbrechen.

Herzlich empfangen wurden die indischen Gastschüler der Amity International School aus Gurgaon von Olchings Zweiter Bürgermeisterin Maria Hartl und Schulleiter René Horak. Zunächst erhielten die indischen Gäste viele wissenswerte Informationen über Olching sowie über die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in Deutschland, ehe sie im Klassenzimmer den Unterricht an einem staatlichen Gymnasium in Bayern kennen lernen konnten. Für die freudige Aufnahme in Olching bedankten sich die indischen Schüler mit einer Präsentation typischer Tänze und Lieder aus ihrer Heimat, ihrer Bräuche und traditioneller Gewänder. Dann konnten alle Schüler und Lehrer köstliche Gerichte aus Indien probieren, die sie zuvor mit ihren Olchinger Austauschülern und Lehrkräften zubereitet hatten.

„Indien ist ein unglaublich interessantes Land, dessen Besichtigung eine Bereicherung ist – von der Diversität der Religionen, Landschaften und Speisen, die andere Alltagsgeschwindigkeit sowie extreme Gegensätze zwischen Arm und Reich“, fasst René Horak, der Schulleiter des Olchinger Gymnasiums, einige der Beweggründe für den gegenseitigen Indien-Austausch zusammen. Jedoch steht für Horak nicht nur die kulturelle Begegnung im Mittelpunkt: „Für uns ist auch der sprachliche Austausch sehr wichtig. Gerade zur Verbesserung der Sprachkenntnisse unsere Schüler ist der Austausch mit unserer indischen Partnerschule aus Gurgaon ideal, da dort Englisch Amtssprache ist.“ So bietet sich den Olchinger Gymnasiasten die Möglichkeit, mit ihren sehr gut gebildeten Austauschschülern auf einem hohen Niveau Englisch zu sprechen und dabei die unterschiedlichen Mentalitäten und Lebensweisen kennen- und verstehen zu lernen.

„Unsere Olchinger Schüler sind sehr beeindruckt von der Höflichkeit, mit der die indischen Schüler allen Eltern und Lehrern begegnen“, berichtet Katharina Buchberger über die ersten Eindrücke der deutschen Schüler. Die Olchinger Englischlehrerin hatte im Rahmen eines Projekts des Goethe-Instituts den Kontakt zur indischen Partnerschule in Gurgaon knüpfen können und begleitet nun den gegenseitigen Austausch mit mehreren anderen Lehrkräften. Buchberger hat auch schon einen deutlichen Unterschied zwischen dem indischen und dem deutschen Schulsystem ausmachen können: „Aus Erzählungen der indischen Schüler über ihr Schulsystem wissen unsere Olchinger Schüler schon sehr gut Bescheid, dass es dort offenbar sehr viel starrer zugeht und der schulische Leistungsdruck deutlich größer ist als bei uns“.

Für die indischen Schüler und ihre Olchinger Gastgeber stehen zunächst ein Besuch der Technischen Universität München und der Besuch von Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Nymphenburg und Schloss Neuschwanstein auf dem Programm. Daneben liegt ein weiterer Schwerpunkt darauf, den Schülern aus Gurgaon beispielsweise mit einer Werksführung bei BMW und dem Besuch des Deutschen Museums die Industrieregion München und ihre Erfolgsfaktoren zu zeigen.

20.09.2017/höm